„ES IST NOCH SCHLECHTER ALS SF25 …“ Beim Test in Barcelona fing Lewis Hamilton an, sich über den SF26 zu beschweren. Eine Zukunft ohne Hoffnung für die Saison 2026.

Die Testfahrten in Barcelona haben traditionell eine besondere Bedeutung für die Formel 1. Sie liefern zwar keine endgültigen Antworten, geben aber oft erste Hinweise auf die Richtung, in die sich ein Projekt entwickelt. In diesem Rahmen sorgten Aussagen von Lewis Hamilton für Aufmerksamkeit, als er nach einigen Runs mit dem Ferrari-Prototyp SF26 seine Unzufriedenheit nicht verbarg und Vergleiche zog, die innerhalb des Teams für Nachdenken sorgten. Der Satz, es sei „noch schlechter als der SF25“, wurde weniger als endgültiges Urteil verstanden, sondern vielmehr als Ausdruck eines frühen, aber deutlichen Warnsignals.

Hamiltons Reaktion ist vor allem vor dem Hintergrund seiner Erfahrung zu betrachten. Kaum ein anderer Fahrer im Feld hat so viele verschiedene Reglementphasen erlebt und weiß so genau, welche Symptome auf strukturelle Probleme hindeuten können. Wenn ein Pilot mit diesem Erfahrungsschatz bereits in einer Testphase Schwierigkeiten benennt, dann geht es nicht um Rundenzeiten, sondern um grundlegende Eigenschaften des Fahrzeugs. In Barcelona lag der Fokus auf Balance, Traktion und dem Verhalten des Autos in langsamen Kurven – Bereiche, die in den vergangenen Jahren immer wieder Schwachstellen bei Ferrari waren.

Der Vergleich mit dem SF25 ist dabei besonders sensibel. Das 2025er-Auto galt intern als Übergangsmodell, entwickelt unter dem Druck eines bevorstehenden Reglementwechsels und mit begrenzten Ressourcen. Dass der SF26 in den ersten Eindrücken nicht als klarer Fortschritt wahrgenommen wurde, wirft Fragen zur konzeptionellen Ausrichtung auf. Innerhalb des Teams wurde betont, dass es sich um einen frühen Prototyp handelte, der noch nicht den finalen Entwicklungsstand widerspiegelt. Dennoch bleiben erste Eindrücke wichtig, weil sie Rückschlüsse auf die Grundarchitektur erlauben.

Technisch gesehen befindet sich Ferrari in einer komplexen Phase. Die Saison 2026 bringt tiefgreifende Änderungen bei Aerodynamik, Antriebseinheiten und Energierückgewinnungssystemen. Das Ziel ist eine effizientere, nachhaltigere Formel 1, doch der Übergang dorthin stellt alle Teams vor große Herausforderungen. Ferrari hat sich entschieden, frühzeitig Ressourcen auf das neue Reglement zu verlagern, was zwangsläufig bedeutet, dass nicht jede Entwicklungsrichtung sofort ausgereift ist. Die Tests in Barcelona dienten daher weniger der Performance-Jagd als der Datensammlung.

Hamiltons Kritik bezog sich nach Teamangaben vor allem auf das Fahrgefühl. Ein Auto kann auf dem Papier gute Zahlen liefern, sich aber für den Fahrer schwer kontrollierbar anfühlen. Gerade Hamilton legt großen Wert auf ein stabiles Heck und ein präzises Einlenkverhalten, Eigenschaften, die ihm in der Vergangenheit Siege und Titel ermöglicht haben. Wenn diese Basis fehlt, ist es für einen Fahrer schwierig, Vertrauen aufzubauen – unabhängig vom tatsächlichen Potenzial des Fahrzeugs.

Die Frage, ob die Saison 2026 für Ferrari tatsächlich „eine Zukunft ohne Hoffnung“ darstellt, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht seriös beantworten. In der Formel 1 haben sich schon oft Projekte als problematisch erwiesen, die zu Beginn schwach wirkten, sich aber durch konsequente Weiterentwicklung stark verbesserten. Gleichzeitig gibt es Beispiele für Teams, die trotz großer Erwartungen den Anschluss verloren haben. Entscheidend ist, wie schnell und effektiv Ferrari auf die identifizierten Schwächen reagiert.

Ein weiterer Faktor ist die interne Struktur des Teams. Ferrari hat in den letzten Jahren mehrere personelle Veränderungen erlebt, insbesondere im technischen Bereich. Neue Verantwortliche bringen neue Ideen, benötigen aber Zeit, um Prozesse zu stabilisieren. Der SF26 ist eines der ersten Projekte, das vollständig unter diesen neuen Strukturen entsteht. Insofern spiegeln die aktuellen Eindrücke nicht nur den Stand der Technik wider, sondern auch den Reifegrad der Zusammenarbeit innerhalb des Teams.

Für Hamilton persönlich ist die Situation ebenfalls komplex. Sein Wechsel zu Ferrari war mit großen Erwartungen verbunden, sowohl sportlich als auch symbolisch. Er gilt als Fahrer, der nicht nur fährt, sondern aktiv an der Entwicklung mitarbeitet. Seine Kritik ist daher weniger als Beschwerde zu verstehen, sondern als Teil dieses Entwicklungsprozesses. Historisch gesehen hat Hamilton bei Mercedes mehrfach frühzeitig auf Probleme hingewiesen, die später tatsächlich zu Performance-Nachteilen führten. Seine Stimme hat innerhalb eines Teams Gewicht, gerade weil sie auf Erfahrung basiert.

Aus Sicht der Konkurrenz werden solche Aussagen aufmerksam verfolgt. Teams wie Red Bull, Mercedes oder McLaren analysieren nicht nur Daten, sondern auch öffentliche Signale. Dennoch ist es in der Formel 1 üblich, dass frühe Testeindrücke bewusst relativiert werden. Niemand zeigt gern seine Karten, und nicht jede Aussage spiegelt den tatsächlichen Stand wider. Gleichzeitig wäre es falsch, Hamiltons Worte als reine Taktik abzutun. Zu präzise sind die Hinweise auf konkrete Fahrprobleme.

Ein zentraler Punkt ist die langfristige Entwicklungsfähigkeit des SF26-Konzepts. Selbst wenn das Auto zum Start der Saison nicht konkurrenzfähig ist, kann es durch Updates aufgeholt werden. Die Frage ist, ob die Grundstruktur genügend Spielraum für Verbesserungen lässt. Wenn ein Auto aerodynamisch oder mechanisch an seine Grenzen stößt, werden selbst große Investitionen wenig bewirken. Genau hier liegt der Kern von Hamiltons Bedenken, zumindest nach internen Berichten.

Auch die neue Motorengeneration spielt eine Rolle. Ferrari entwickelt den Antrieb für 2026 unter strengen Budget- und Reglementvorgaben. Die Balance zwischen Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit ist heikel. Probleme in diesem Bereich können sich direkt auf das Fahrverhalten auswirken, etwa durch veränderte Gewichtsverteilung oder ungleichmäßige Leistungsabgabe. In Barcelona wurden diese Aspekte intensiv getestet, doch viele Antworten werden erst unter Rennbedingungen sichtbar.

Für die Fans ist die Situation emotional aufgeladen. Ferrari steht wie kaum ein anderes Team für Hoffnung, Erwartung und Enttäuschung zugleich. Jede kritische Aussage eines Topfahrers wird sofort als Indiz für kommende Probleme interpretiert. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass die Formel 1 ein langfristiges Entwicklungsrennen ist. Ein einzelner Testtag entscheidet keine Saison, auch wenn er wichtige Hinweise liefern kann.

Medial betrachtet zeigt der Fall, wie schnell sich Narrative bilden. Aus einer nüchternen Analyse wird rasch die Vorstellung einer „hoffnungslosen Zukunft“. Diese Zuspitzung mag Aufmerksamkeit erzeugen, wird der Realität aber selten gerecht. Innerhalb des Teams wird weiterhin betont, dass die Tests wertvolle Daten geliefert haben und dass die identifizierten Schwächen adressiert werden können. Ob dies gelingt, hängt von Ressourcen, Entscheidungswegen und der Fähigkeit ab, schnell zu lernen.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass Hamiltons Aussagen ernst genommen werden müssen, ohne sie zu überinterpretieren. Sie zeigen, dass Ferrari vor großen Aufgaben steht, insbesondere im Hinblick auf die neue Reglementära. Gleichzeitig bieten sie die Chance, frühzeitig gegenzusteuern. Die Saison 2026 ist noch weit entfernt, und die Geschichte der Formel 1 lehrt, dass sich das Kräfteverhältnis oft schneller ändert, als es frühe Eindrücke vermuten lassen.

Ob der SF26 letztlich als Fehlschlag oder als schwieriger, aber erfolgreicher Neubeginn in Erinnerung bleiben wird, entscheidet sich nicht in Barcelona, sondern über Monate intensiver Entwicklungsarbeit. Hamiltons Kritik ist dabei kein Endpunkt, sondern ein Ausgangspunkt. Sie markiert den Moment, in dem Probleme klar benannt werden – eine Voraussetzung dafür, sie zu lösen.

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